Diesen Satz von mir hat Lola Zeller für das nd auf unserem Konzert im Drugstore mich zitiert. Hab ich auch gesagt. Und nicht nur das:
„Wir durften da hinkommen und unser Ding machen“, sagt Geigerzähler nach dem Konzert zu „nd“. Damals seien die meisten Westberliner Linken in den Osten der Stadt gegangen, um Häuser zu besetzen. Doch die jugendlichen Ostberliner Punks hätten in Westberlin den Drugstore für sich entdeckt. „Da sind wir gelandet als Ostberliner Kids, weil da Platz für uns war.“ Dort hätten die Jugendliche Konzerte organisiert und selbst Bands gegründet. „Wir hatten auch ‘ne kleine Punkerband, so eine von denen, die heut’ keiner mehr kennt. Wir war’n auch nicht besonders gut, nur ich machte mein Instrument kaputt“, singt Geigerzähler auf der Bühne des neuen Drugstores, die eigentlich nur eine Zwischenlösung ist, bis das Jugendzentrum zusammen mit dem Jugendkollektiv Potse in einen geplanten Neubau in Tempelhof einziehen kann.
So stehts im ehemaligen Zentralorgan, das in der Papierausgabe mittlerweile eine meist recht lesenswerte linke Wochenzeitschrift geworden ist. Jetzt machen sie was zu 50 Jahre Punk. Schön eigentlich, dass dieser Seitenzweig auch darin vorkommt. Und ganz toll, dass die aktuelle Situation von Drugstore und Potse vor dem Hintergrund Geschichte beleuchtet wird. Interessant ist auch der Turnaround im Generationenverhältnis: Während wir es als Jugendliche total scheisse fanden, wenn irgendwelche (West)Autonomen uns die Welt erklären wollten (unbenommen, dass sie manchmal auch recht hatten), erklären heute die Jugendlichen den älteren Punks ihre Maßstäbe, was Sprache betrifft. Ein Generationskonflikt über den ich noch ein bisschen nachdenken muss.
Schön war es übrigens im Drugstore im Rockhaus mit Konny! 1000 Dank an alle, die das möglich gemacht haben!
Punks aller Generationen vereinigt Euch!
