Die kommenden Tage im radioaktivem Schnee

Die Atomkraft kommt wieder in Mode. Da kann ich schon mal solche Überschriften machen. Besonders mit meinem Bühnennamen Vor einer Weile hab ich mich ja auch so angekündigt: “Radioaktive Geige, spaltender Gesang” (das war damals, als wir noch Sarkasmuas konnten). Egal! Wir werden alle sterben! Vorher gibt es noch etwas Livemusik:

Heute Abend ab 20:00 spiele ich ein paar Songs bei der Lesebühne BRAUSEBOYS im „Haus der Sinne“ im Prenzlauer Berg. Die BRAUSEBOYS sind eine Lesebühne und als solche eine ziemlich traditionsreiche Veranstaltung… Hier verbergen sich die lesenden Jungs (bzw ältere Herren – je nach Betrachtungsweise).
Neben meiner Wenigkeit gibt es noch einen zweiten Gast: Christian Gottschalk aus Köln.

Am Wochenende zocke ich in Cottbus/Chóśebuz und Dresden. In CB auf einer Ausstellungseröffnung von Karoline Krawc/Schneider im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst. In der Ankündigung steht:

Durch künstlerische, theoretische und biografische Perspektiven entsteht ein Resonanzraum für das Nachdenken über einen „serbski futurizm“, einen sorbischen Futurismus. Denn während die globale Gegenwart sich beschleunigt und digitalisiert, bemüht sich kulturelle Arbeit in diesem Kontext häufig konservierend. Bräuche, Trachten und nicht zuletzt Sprache sind identitätsstiftend. Diese Kulturtechniken sehen sich einer fortschreitenden Diffusion ausgesetzt. Schneider legt hingegen hybride Perspektiven frei: Sorbische Kultur ist historisch gewachsen und lässt sich gerade deshalb auch anders erzählen. Das, was konserviert wird, ist so gesehen also nichts Rückwärtsgewandtes. Bewahrt wird der Wandel.

Doch nur, wenn das Sichtbarmachen der Vielfalt und Aktualität von lebendiger sorbischer Gegenwartskultur mit dem Blick darüber hinaus verbunden wird, können diverse Antworten für die Frage gefunden werden: „Was kann sorbisch sein heute bedeuten?“ Im Modus einer in die Zukunft gerichteten Archäologie, wirft jama: pśichod [Grube: Zukunft] Fragen nach einem kollektiven Gedächtnis auf und danach, wie Traditionen aktualisiert und gelebt werden können. Dies stellt eine Anschlussfähigkeit auch für benachbarte gesellschaftliche Debatten her.

Ich spiele dort zusammen mit Shannon Soundquist, von der ich schon geschrieben habe und mit der zu improvisieren eine große Freue ist! So könnte es klingen:

Am Sonnabend spiele ich dann schon gegen 19-20 Uhr solo und klein und süss in der Luther 33 in der Neustadt!

Bis denne! Hač pon!

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