Ich hab schon ziemlich oft Konzerte für linke Räume gespielt, die von Räumung bedroht waren. Seltener spielte ich auf frischen Hausbesetzungen. Letztere Muggen waren mir allerdings die liebsten! Diese Aufbruchstimmung bei einer gelungenen Neubesetzung ist eizigartig.
Beim Hugohaus in der Gürtelstrasse im äussersten Osten von Friedrichshain ist es beides. Das ehemalige Hostel ist schon seit geraumer Zeit still von jungen anarchistischen Punks besetzt. Das wurde vor 4 Tagen angesichts einer Räumungsdrohung öffentlich gemacht. Jetzt hängen dort Transparente. Menschen haben sich schützend vors Haus gestellt- Als ich da war gab es gerade warmes Essen und Live-Musik von FaulenzA. Die Stimmung war entspannt, auch wenn es kurz vorher Befürchtungen gab, die sich letztlich nicht bestätigten. Es bleibt zu hoffen, dass es entspannt bleibt und nicht (illegal) nach ASOG geräumt wird. Wenn die Besetzer:innen über diese Klippe hinweg sind, ist einiges Möglich. Unterstützen wir sie!

Presse: Taz 28.8., Indymedia 30.8., Tagesspiegel 1.9. … (wird ergänzt).
Ich fange für meinen Teil mal damit an, indem ich heute 20:00 vor dem Haus spiele. Kommt gern vorbei.

Zur Einstimung auch noch einmal meine Anti-Gentrifizierungs-Playlist mit Songs aus 25 Jahren Kampf gegen diese Scheisse (vor allem) im schönen Stadtbezirk Friedrichshain.
