Ich war letztens dort, wo die Elbe so breit ist, dass die Tunnel ganz andere Dimensionen haben, als das bescheidene Ding unterhalb der Spree in Berlin Friedrichshagen. Auch hier war Licht im Tunnel und was sollte ich machen? Ausprobieren! Eine Passantin hat dann spontan gefilmt. Was dabei herausgekommen ist, finde ich eigentlich ganz hübsch:
Während ich es mir unterhalb der Elbe gemütlich gemacht habe, schnippelten ein paar russische Anarchisten wahrscheinlich gerade an einem anderen Filmchen herum. Herausgekommen ist ein längerer Streifen, in dem ich gemeinsam mit besagten Anarchisten Berlin, die Welt, die Gesellschaft und den Anarchismus betrachte. Schnitt und Erklärungen geben dem Ganzen eine starke russisch-anarchistische Färbung. Eine interessante Spiegelung, die hoffentlich mein schlechtes Englisch ein wenig wettmacht (einmal Ossi, immer Ossi). Seht selbst:
Nachdem ich noch ein bisschen in der Lausitz gespielt habe (mit Berlinska Droha, was die Tage einen eigenen Beitrag wert sein soll), verlasse ich das Land. Meine Schweiz-Tour nimmt nämlich langsam Gestalt an:
1. 8. – Sargans/Schweiz Out in the Gurin – Festival

4. 8. Luzern – Romp

5. 8. Burgdorf – El Beledia
8. 8. Bremgarten KuzeB – Anarchistische Buchmesse

Da sind noch ein paar Lücken. Vielleicht kommt da noch was, wobei es ja durchaus auch Vorteile hat, die Schweizer Landschaft zu geniessen- Schaunwama. Unabhängig davon freue ich mich, ein paar von den Shows mit The Bassenger teilen zu dürfen, die einen Roman namens Schuhfabrik bleibt geschrieben hat.
Eigentlich ist die Reiseroute ja umgekehrt gewesen. Zürich – St. Petersburg. Und nicht im Tunnel, sondern im verplombten Zug. Die russischen Anarchisten sind nicht in Zürich aber wohl im Exil. Sie machen Exilfilme, was kein Wunder ist im heutigen Russland. Ein Ausblick auf die Zukunft? Noch können wir was tun. Keine Angst!
Erstmal ein paar schöne Konzerte!
